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Doing Responsibility – Möglichkeitsräume von Familie
CfP psychosozial (01/18), Anike Krämer/Katja Sabisch (Hrsg.)


Gegenwärtig wird in der Familiensoziologie darüber diskutiert, ob eine sozialpolitisch relevante Forschung stärker subjektive, kulturelle und soziale Einflussfaktoren auf familialen Wandel untersuchen sollte (Fasang/Huinink/Pollmann 2016). Damit einher geht auch eine (Neu-)Bestimmung des Familienbegriffs – denn die sozialen Orte, an denen Verantwortung füreinander übernommen wird und an denen zwischenmenschliche Affektivität erlaubter ist als anderswo, scheinen sich zu vervielfältigen. Gleichzeitig finden sich Familien und die, die es werden wollen, in ebenso vielfältigen Spannungsfeldern wieder: Zum einen wird das Privatheitspostulat der Familie hinterfragt, wenn gesellschaftliche und politische Ansprüche an familienbezogene Strukturen gestellt werden oder diese sogar Familiengründungen erheblich erschweren oder gar verhindern; zum anderen steht der fortschreitenden Emanzipation von traditionellen Familienformen die Notwendigkeit von sozialer und emotionaler Bindung gegenüber (Kaufmann 1995).

Vor diesem Hintergrund möchte der geplante Band über „Doing Responsibility“ einen Schwerpunkt auf die subjektiven Dimensionen familialen Handelns und Entscheidens legen. Familialer Alltag, familieninterne Prozesse und diverse Lebensformen sollen mittels qualitativer Forschungsbeiträge stärker in den Fokus gerückt werden. Damit wird nicht nur die vornehmlich quantitativ geprägte Familienforschung um zentrale methodologische Einsichten ergänzt, sondern auch eine theoretische Öffnung vollzogen: „Familie“ als heterosexuell und zweigeschlechtlich konnotierte Form des Zusammenseins soll durch den Begriff des „Doing Responsibility“ analytisch aufgefächert werden, um unterschiedlichste Möglichkeitsräume von familialen Verantwortungsstrukturen in den Blick nehmen zu können.

Besonders interessant sind demnach Beiträge, die sich mit familialen Strukturen auseinandersetzen, die sich bislang außerhalb der herrschenden Norm bewegen:

  • Welche Erfahrungen machen zum Beispiel Regenbogenfamilien oder queer families?
  • Wie gehen Eltern mit individuellen Besonderheiten ihrer Kinder um, zum Beispiel mit Behinderungen oder auch Inter- und Trans*sexualität?
  • Wie gehen Kinder mit individuellen Besonderheiten ihrer Eltern um?
  • Was passiert, wenn der familiale Alltag eben nicht durch eine Re-Traditionalisierung der Geschlechterordnung geprägt ist, sondern der Mann die Care Work übernimmt?


Verfahren und Zeitplanung

  • Wir freuen uns über die Einreichung eines ein- bis zweiseitigen Abstracts bis zum 31.08.2016 an katja.sabisch@rub.de oder anike.kraemer@rub.de.
  • Nach positiver Einschätzung erfolgt die Einladung zur Beitragseinreichung zum 19.09.2016.
  • Der Abgabetermin des Beitrags mit einem Umfang von höchstens 30.000 Zeichen ist der 29.01.2017. Voranzustellen sind eine max. zehnzeilige Zusammenfassung (Abstract) und fünf keywords (jeweils: deutsch + englisch).
  • Alle eingereichten Beiträge durchlaufen ein Review-Verfahren, auf dessen Grundlage die endgültige Auswahl der Beiträge getroffen wird.


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